KNUST am 5. September 2017

Mittlerweile ist es für uns wie ein zweites zu Hause: das KNUST im Zentrum des szenigen Trubels der Hansestadt. Und auch optisch tut sich nicht viel, denn ob Deck oder Lattenplatz – beides hat Planken. Auf Diesen traten wir auch diesen Herbsteingang wieder einmal open air und kostenlos auf, um unsere seensuchtsvollen Melodien zwischen Karo- und Schanzenviertel zu Gehör zu bringen.

Normalerweise hört man uns so tief inlandig ja nicht, denn alles über eine Meile weg vom Hafen schafft der Seemann auf Landgang nicht – oder wenn, dann nicht bei Sinnen. Aber diesen Dienstag Nachmittag hatten wir es ganz diszipliniert, uns gegenseitig den Mund zuhaltend und einander an den Kaschemmen und Tavernen vorbeizerrend, wieder einmal bis zum KNUST geschafft. Dort erwartete uns bereits der Zuhörer gespannte Meute – nach den ersten Akkorden bildete sich tatsächlich eine ausdauernde und einfallsreiche Spontan-Choreo-Gruppe. Merke, wo andere Bands eine Slam-Dance-Area oder einen Pogo-Pit haben, haben wir eine Hard-Schunkel-Geng.

Unterstützt von vielen alten und neuen Freunden feierten wir zwei Stunden lang eine Extra-Wache ab, die sich mit allen Wassern gewaschen hatte. Wir begossen Pinnes balderwartetes Steuermannspatent, hielten uns  beim warnenden Klang von Thies‘ Glocke der Schamhaftigkeit die Ohren zu und hörten dennoch bei Lous Ausplaudereien besonders gut hin. Unser einmaliges Publikum ließ uns dabei auf Wellen der Zuneigung wogen und warf unser gefälliges Geplitscher schunkelnd und singend zurück, bis wir alle in Kreuzseen des Quatsches seelig versanken.