Full Metal Cruise vom 11. bis 13. April 2015

FMC IIVon allen luxuriösen schneeweißen Kreuzfahrtschiffen, die die Meere des guten Geschmacks durchpflügen, ist die „Mein Schiff“ vielleicht das größte, aber mit Sicherheit das lauteste. Zumindest in den Tagen, während derer an Bord die dröhnigste Party steigt, die sich – seit Bartholomew Roberts  legendärem Fest vor Widah – jemals einschiffte. Nicht nur aus rein seemännisch-professioneller Sicht fühlten wir uns also gleichermaßen geehrt, wie auch verpflichtet, auf der Full Metal Cruise in nautischer, wie auch in musikalischer Hinsicht unser Bestes zu geben. Ein frühmorgendliches Antritts-Ständchen beim Kapitän war uns ebenso Selbstverständlichkeit, wie im Verlauf der Seenotsrettungsübung unseren Mitreisenden den passenden Groove für die vorgeschriebene Rettungsboot-Polonaise anzubieten.

PG on FMC2

Foto: Ömmes

Auch dem Anspruch der Passagiere auf gefühlte Sicherheit konnten wir ebenso stilsicher wie -echt begegnen. Dafür dunsteten wir nicht nur seemännische Kompetenz aus unseren effektvollen Uniformen in die mediterrane Hitze, sondern versorgten auch für Stunden die diversen Fahrstühle des Schiffs mit ansprechenden Klängen. Abends lud uns dann – ebenso oder trotzdem? – Bord-DJ Maschine (Foto, links: ganz links) zur Radioshow und wir durften alles nochmal erklären.

FMC II Lou und ThiesAuch den aus Funk und Fernsehen bekannten romantischen see-seitigen Verpflichtungen des Seemanns, Liebende in den Hafen der Ehe zu geleiten (Alles Gute, Konny und Christian!), und Geburtstags- ständchen zu bringen (Alles Gute, Mambo Kurt!), wurden wir natürlich in der uns eigenen Art gerecht.

Das alles natürlich nur umrahmend zu unseren wild-durchschunkelten Auftritten im Casino am Heck, in derem Verlauf wir dem malerischen Auf-&-Ab der levantinischen Wellen ein musikalisches Hin-&-Her nauthentischer Klänge entgegenwirken ließen, bis sich – innerlich wie äußerlich – schließlich alles drehte.